Upcycling ist Lagom

Was hab ich mir doch heuer lange mit meiner Herbstdeko Zeit gelassen. Überall wird schon üppig dekoriert und das Netz ist voll mit wunderschönen Herbstfotos und  bei mir war bis vor ein paar Tagen noch Sommerstimmung im Schwedenhäuschen. Bei den Temperaturen der letzten Wochen aber irgendwie kein Wunder.

Außerdem war ich ja, neben meinem ohnehin sehr zeitintensiven Job, bis vor Kurzem noch mit meinem Sommerprojekt beschäftigt. Dafür kamen mir diese warmen Temperaturen allerdings sehr gelegen. Ich habe nämlich die letzten Wochen den Pinsel geschwungen und der „alten“ Küche im Schwedenhäuschen einen neuen Anstrich verpasst. Da ist es natürlich sehr hilfreich wenn zwischen den beiden Farbschichten, aufgrund des warmen Wetters, nur eine halbe Stunde liegt.

Die kleine Küche im Schwedenhäuschen hab ich euch voriges Jahr schon in dem Post Platz ist in der kleinsten Küche vorgestellt. Die Küche ist in unserem Schwedenhäuschen im wahrsten Sinne des Wortes das Herz des Hauses, denn sie liegt genau in der Mitte des Hauses. Der Nachteil daran ist, dass sie nur ein Fenster in die Veranda hat. Ich liebe diese kleine Küche sehr, aber ich habe immer damit gehadert, dass sie aufgrund der Lage im Haus sehr dunkel ist. Die antik gebeizten Holzmöbel haben zusätzlich viel Licht geschluckt. Ja ihr lest richtig – „haben“ – denn die Zeit der dunklen Küchenmöbel ist vorbei. Nun erstrahlt die Küche im Schwedenhäuschen in neuem Glanz. Aber genug geredet, seht am besten selbst:

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Es war ein ganz schönes Stück Arbeit die alte Kredenz und den Hängeschrank in alle Einzelteile zu zerlegen um sie streichen zu können. Die waagrechten Teile haben wir natur belassen, ich finde das gibt einen schönen Kontrast.

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Jetzt ist alles fertig und es hat gleich doppelt soviel Spaß gemacht den Herbst in die Küche einziehen zu lassen.

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Wie auch schon letztes Jahr ist meine Herbstdeko wieder von dem geprägt was die Natur im Moment im Überfluss hergibt. Bei jedem Spaziergang mit dem Hund finde ich neues Dekomaterial und bei jeder Fahrt in den Stall zu meinem Pferd komme ich am Verkaufsstand der Kürbisbäuerin vorbei. Und ich kann einfach nicht vorbeifahren. Fast immer nehme ich einen Kürbis mit nach Hause. Entweder zum Verkochen oder zur Deko.

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Gemeinsam mit dem Herbst sind auch ein paar Mitbringsel aus dem letzten Schwedenurlaub in die Küche eingezogen. Die große Holzkiste ist dem nostalgischen Aufdruck der schwedischen Zuckergesellschaft stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. In ihr bewahre ich nun all die vielen schwedischen Rezepte, Koch- und Backzeitschriften auf.

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Der kleine Korb bei der Spüle ist für mich ein Schritt mehr weg von all dem vielen Plastik und Kunststoff in Küche und Haushalt. Die Holzbürsten erfüllen beim Abwasch oder beim Gemüsewaschen perfekt ihren Zweck, sehen hübsch aus und die Rohstoffe aus denen sie gefertigt sind, wachsen nach.

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Altes zu renovieren oder mit Farbe aufzufrischen und die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen statt Plastik gehört für mich zur lagom Lebensart einfach dazu. Statt in Plastikdosen bewahre ich meine Lebensmittel in Bügelgläsern oder Weckgläsern auf. Statt Kunststoffspülschwämmen gibt es in meiner Küche Spültücher die man waschen kann. Die ersten Spültücher habe ich noch gekauft, mittlerweile hat mich aber wieder der Strickvirus befallen und es sind schon einige Selbstgestrickte entstanden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ha det bra, Conny

Utedusch – eine Wellnessoase unter freiem Himmel

Dieser Sommer hat es ja ganz schön in sich. Seit Tagen haben wir Temperaturen über 30 Grad und auch in den Nächten gehen sie nicht unter 20 Grad.  Das setzt so einem Nordlicht wie mir ganz schön zu. Ich sehne mich nach den angenehmen Sommertemperaturen, die es normalerweise in Schweden um diese Jahreszeit hat. Normalerweise, denn heuer leidet auch der Norden Europas unter einer extremen Hitze und viel zu wenig Regen.

Da Jammern die Hitze auch nicht erträglicher macht und ich ja eher eine Frau der Taten bin, habe ich einfach meine Energie in ein Projekt gesteckt, das als Endergebnis eine herrliche Abkühlung für mich bereit hält. Und nein, wir haben jetzt keine Pool.

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Ich habe in einer bisher etwas vernachlässigten Ecke unseres Gartens eine kleine Wellnessoase für uns geschafffen und das ausschließlich aus Dingen, die wir daheim hatten.

In dieser Ecke des Gartens versteckt hinter den tiefhängenden Ästen unserer Birken hatten wir schon seit ein paar Jahren unsere Gartendusche stehen. Mit ein paar wenigen Handgriffen habe ich daraus ein Outdoor Badezimmer gemacht.

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Den Vorhang habe ich auf eine zwischen den Birken und dem Zaun an der Grundstücksgrenze gespannte Paktschnur aufgefädelt. Die Vorhangringe aus Metall machen das Öffnen und Schließen des Vorhangs einfach und wenn gerade nicht geduscht wird bind ich den Vorhang mit einem Stück Tau einfach zusammen. So hält er auch eventuellen Gewitterstürmen stand.
Das Regal stand früher in meinem Gewächshaus und musste im letzten Herbst dem Pflanztisch Platz machen. Im Frühjahr diente es in einer anderen Ecke des Gartens als Blumenregal und jetzt habe ich es kurzerhand zum Outdoor-Badezimmerregal umfunktioniert.

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Die Emailwaschschüssel und der Krug verleihen dem ganzen einen Hauch Nostalgie und das Gefühl des „einfachen Lebens“. Ich mag es wenn Gebrauchsgegenstände Seele haben, wenn sie schon eine Geschichte erzählen können. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum es mich in Schweden in jeden Loppmarknad (Flohmarkt) zieht. Ich könnte stundenlang in alten Sachen stöbern.

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Wenn ich dann unter dem herrlich kühlen Wasser stehe und zwischen den Birkenzweigen in den blauen Sommerhimmel schaue könnte ich fast glauben ich wäre in einem  schwedischen Sommerhäuschen. Und dann fühlt es sich an wie ein Kurzurlaub im eigenen Garten.

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Dingen die man vielleicht schon entsorgen wollte nocheinmal eine Verwendung zu geben, aus Wenigem etwas zu machen ohne dafür Neues zu kaufen, das ist für mich Nachhaltigkeit.  Und die wiederum ist ein wichtiger Teil der „lagom“ Lebensweise.

Ich hole mir jetzt wieder etwas Abkühlung unter freiem Himmel und reise dabei zumindest in Gedanken in den kühlen Norden. Euch wünsche ich, dass ihr ein kühles Plätzchen findet, an dem ihr diese Hitzewelle gut aushalten könnt.

Ha det bra, Conny

 

Lagom Weihnachtsstimmung im Schwedenhäuschen

Meine Lieben, was soll ich euch sagen, ich bin aufgeregt wie ein Kind vor Heiligabend. Dabei haben wir doch fast noch ein Monat bis dahin. Aber meine Aufregung hat nichts mit dem Weihnachtstag selber zu tun. Nein, ich darf heuer zum ersten Mal bei der Österreichischen Blogger Christmas Home Tour dabei sein und das bereitet mir ganz schön Kribbeln im Bauch.

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Seit Montag läuft die Christmas Home Tour nun schon und nachdem uns Barbara von Herzenswärme Fotoblog gerade so liebevoll durch ihr wunderbar weihnachtlich geschmücktes Haus am Berg geführt hat, darf ich euch nun einladen, mich in mein Schwedenhäuschen zu begleiten.

Seit vielen Jahren schon sind meine Weihnachtsfarben rot, weiß und grün. Der Stil meiner Weihnachtsdekoration hat sich in den letzten Jahren zwar geändert, aber meinen Farben bin ich immer treu geblieben. Habe ich früher gerne fix fertige Dekorationen gekauft, die man nur auspacken und hinstellen musste, macht es mir in letzter Zeit mehr Spaß Dinge selber herzustellen.

Als Nordlicht liebe ich Birkenholz, Moos und kuschelige Felle. Und getreu dem Lagom-Motto „weniger ist mehr“ sind heuer viele Dekoelemente der vergangenen Jahren in den Weihnachtskisten geblieben. Aber ihr könnt euch ja jetzt in Ruhe umschauen in meinem weihnachtlichen Schwedenhäuschen.

Obwohl . . . ., wartet noch einen Moment! Weihnachten beginnt bei mir ja eigentlich schon vor der Tür. Jetzt hätte ich um ein Haar vergessen euch meinen Lieblingsplatz im Garten zu zeigen.

Ja ihr habt richtig gehört, ich habe auch im Winter einen Lieblingsplatz im Garten. Aber keine Angst, wer hier Platz nimmt muss nicht frieren, denn das dicke Rentierfell ist so warm, da hält man es auch bei Minusgraden ein Weilchen aus. Wenn wir im Winter Gäste haben, dann kommen die meisten von ihnen immer schon warm eingepackt weil sie wissen, dass wir vor dem Essen eine heiße Tasse Glögg und ein paar Häppchen Fingerfood im Garten am Feuerkorb genießen, bevor wir uns im Haus an den Tisch setzen.

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Es gehört zu meinen Lieblingsbeschäftigungen die Terrasse vor unserem Schwedenhäuschen den Jahreszeiten entsprechend mit Blumen und anderen Naturmaterialien zu dekorieren.

Während der kalten Jahreszeit sind es Christrosen und Scheinbeeren, die für wunderbare Winterstimmung sorgen. Felle, Geweihstücke und Birkenholz sorgen zusätzlich für skandinavische Gemütlichkeit.

Wenn dann abends in den Laternen und Windlichtern die Kerzen brennen will ich manchmal trotz Kälte gar nicht ins Haus gehen, sondern einfach nur auf dem Rentierfell sitzend die warme Kerzenstimmung genießen.

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Aber jetzt will ich euch nicht mehr länger in der Kälte stehen lassen, sondern möchte euch in meinem Schwedenhäuschen herzlich willkommen heißen.

Varmt välkommen!

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Unser Vorzimmer war früher einmal eine Veranda. Daher gibt es neben der Tür in die Küche auch einen Fensterrahmen. Er ist heuer Präsentationsfläche für meine Adventlåda. In Schweden gibt es nämlich keinen Adventkranz, sondern eine Adventlåda. Das ist meistens ein längliches Metallgefäß mit vier Kerzenhaltern, welches mit Islandmoos, Tannenreisig und  Preiselbeerlaub geschmückt wird. Die Kerzen stehen also nicht im Kreis sondern in einer Reihe.

Meine Adventlåda ist heuer ein Stück Birkenholz von dem wir in unserem Brennholzschuppen jede Menge haben. Ich habe das Schönste ausgesucht, vier Löcher für die Kerzenhalter gebohrt und ein wenig Reisig, Zimtstangen und Orangenscheiben dazwischengelegt. Ein Band locker um die Kerzen gewunden und schon ist die Låda bereit für ihren Auftritt am ersten Advent.

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Die große Fensterfront unserer Veranda bietet jede Menge Platz für Lichtertreppen.  Sie gehören für mich einfach zu Weihnachten dazu und leuchten in Schweden nahezu in jedem Fenster. Ich mag es ganz besonders, wenn ich abends heimkomme und mein Lebensmensch schon alle Lichter angesteckt hat. Es gibt während der dunklen Jahreszeit keinen schöneren Willkommensgruß.

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Schon seit letztem Jahr gibt es bei mir keinen klassischen Reisigkranz zum Advent, sondern eine umfunktionierte alte Pepparkakadose. Im Inneren befindet sich ein feuchter Steckschwamm der zum einen den Kerzen Halt gibt und zum anderen dafür sorgt, dass das Moos feucht und dadurch frisch und grün bleibt.

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In meiner Küche halte ich mich während der Vorweihnachtszeit eigentlich am meisten auf. Es werden Kekse und Weihnachtsbrot („vörtbröd“)gebacken, die Gewürze für den Glögg werden angesetzt und kurz vor Heiligabend wird für das traditionelle schwedische Weihnachtsessen („julbord“) gekocht. Was es da für Köstlichkeiten gibt, verrate ich euch aber ein anderes Mal, heute soll schließlich die Weihnachtsdekoration im Mittelpunkt stehen. Obwohl die schwedischen Keksdosen und Glöggtassen natürlich auch Teil von dieser Weihnachtsdekoration sind.

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So wie im Garten habe ich natürlich auch im Haus einen Lieblingsplatz. Und der ist ganz klar vor unserem Kaminofen. Ich könnte stundenlang davor sitzen, in die Flammen schauen und dem Knistern der Holzscheite zuhören.

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Der Birkenast über dem Ofen bekommt zu jeder Jahreszeit eine passende Dekoration. Aber zur Weihnachtszeit mag ich ihn fast am liebsten.

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Das wunderschöne Lebkuchenherz aus Ton, dessen Schriftzug „eine gesegnete Weihnacht“ wünscht, habe ich vor vielen Jahren während eines Winterurlaubs in Schweden gekauft. Bevor es nicht an der Wand neben dem Ofen hängt, ist meine Weihnachtsdekoration einfach nicht komplett.

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Außer dem Lebkuchenherz sind auch viele andere Dekorationselemente in meinem Haus aus Schweden. Jedes Einzelne erinnert mich an einen schönen Urlaub oder an die Region in der ich es gekauft habe. Ich mag es mein Haus mit Dingen zu dekorieren, die gleichzeitig auch Erinnerungsstücke sind und mit denen ich die ein oder andere Geschichte verbinde.

So wie das Teelichthäuschen aus Visby. Es erinnert mich nicht nur an die einzigartige Mittelalterstadt auf Gotland, sondern auch daran, dass ich bald wieder auf diese traumhafte schwedische Insel in der Ostsee zurück möchte.

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Die Kugeln mit dem schwedischen Weihnachtsgruß besitze ich nun schon seit 17 Jahren. Ich habe sie während eines Weihnachtsurlaubs im Värmland gekauft. Sie haben damals schon den Weihnachtsbaum in unserem Ferienhaus geschmückt und sind seither Jahr für Jahr das Highlight an unserem Weihnachtsbaum daheim. Da dieser aber erst in ein paar Wochen aufgestellt wird, dürfen die Kugeln in der Zwischenzeit in der Weihnachtsdekoration glänzen.

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Und schon sind wir fast am Ende meiner Christmas Home Tour angelangt. Aber ich möchte euch nicht gehen lassen ohne euch noch ein paar Eindrücke mitzugeben, wie es aussieht, wenn es abends dunkel wird und im Schwedenhäuschen alle Lichter und Kerzen angehen. Dann nämlich wird es erst so richtig gemütlich oder „mysig“ wie man in Schweden sagt.

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Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Christmas Home Tour ein wenig in Vorweihnachtsstimmung bringen. Ich freue mich jetzt auf eine wunderschöne und ruhige Zeit in meinem weihnachtlich geschmückten Schwedenhäuschen.

Die nächste Teilnehmerin der Tour Manuela von „Es war einmal“ wartet bestimmt auch schon voll Freude auf euren Besuch.  Ihr werdet begeistert sein von ihrer nostalgischen Weihnachtsdekoration. Ich schaue auf jeden Fall auch jetzt gleich bei ihr vorbei.

Bevor ich mich verabschiede, möchte ich noch ein großes Dankeschön an zwei Teilnehmerinnen dieser Christmas Home Tour aussprechen:
Zum einen unserer Home-Tour-Mama Hilda von „Hildi’s Good Life“  für ihr Vertrauen und die herzliche Betreuung im Vorfeld der Tour.
Und zum anderen Barbara von „Herzenswärme Fotoblog“ ohne deren Überredungskunst ich „Bloggerneuling“ mich wohl nie an diese Home Tour gewagt hätte.

Ich wünsche euch allen von Herzen eine ganz wunderbare Vorweihnachtszeit.

God Jul och ha det bra, Conny

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Montag

Dienstag
Mittwoch
Donnerstag

Weihnachtsplätzchen für Wildvögel

Was die Fütterung von Wildvögeln im Winter angeht, gibt es ja bekanntlich verschiedene Meinungen. Die einen füttern gar nicht, die andere wieder karren Vogelfutter tonnenweise nach hause. Ich versuche auch dabei die goldene Mitte zu finden. Bis zum ersten Frost steht den Wildvögeln bei mir im Garten ein Futtersilo zur Verfügung der mit verschiedenen Samen und Körnern gefüllt ist. Ja, den fülle ich auch im Sommer. Der Futtersilo hängt in unserem Marillenbaum und von meinem Frühstücksplatz aus habe ich eine guten Blick darauf. Ich freue mich dann beim Frühstücken immer, wenn sich Meisen, Spatzen und Finken die Körner holen.

Auch die Samenstände verschiedener Stauden und natürlich die Beeren der Vogelbeere bleiben in unserem Garten für die Vögel am Strauch. Sobald es aber die ersten Nachtfröste gibt, steht bei mir fetthaltiges Futter am Speiseplan. Da ich jedoch kein Freund der klassischen Meisenknödel im Netz bin – man hört immer wieder, dass Vögel mit den Krallen darin hängen bleiben können und ganz ehrlich, sehr hübsch anzusehen sind sie auch nicht – gibt es bei mir DIY Fettfutter. Und wo könnte ich diese weihnachtlichen Futterplätzchen für die Wildvögeln in meinem Garten besser herstellen, als in meinem Gewächshaus. Weil es aber jetzt doch schon etwas kalt ist zünde ich eine halbe Stunde bevor ich mit der Arbeit beginne ein paar Kerzen an. Mit geschlossener Tür hält sich die Wärme ganz gut im Gewächshaus und ich bekomme beim Basteln keine kalten Finger. Außerdem sorgen die Kerzen zusätzlich für eine wunderbare Stimmung. Ein heißer Kaffee dazu und es kann schon passieren, dass ich total die Zeit vergesse.

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Aber zurück zum DIY-Fettfutter, folgende Zutaten braucht ihr: Einen Sack Wildvogelfutter, ein paar Ziegel Kokosfett oder Rindertalg, Keksausstecher, kleine Tontöpfe, dünne Zweige sowie Schnur oder Bänder zum Aufhängen.

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In einem Topf wird das Kokosfett oder der Talg geschmolzen und die Körnermischung eingerührt. Lasst alles danach eine Weile Abkühlen, bis es ein richtiger Körnerbrei ist. Wenn ihr die Masse zu früh verarbeitet, rinnt euch das Fett aus den Keksformen.

Nun füllt ihr verschiedene Keksausstecher mit dem Körnerbrei und steckt in die Mitte einen dünnen Zweig oder einfach ein Stück von einem Holzspieß. Durch das dadurch entstandene Loch, wird nach dem Aushärten die Schnur zum Aufhängen gezogen. Am besten lasst ihr die Masse über Nacht aushärten.

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In die kleinen Tontöpfe wird von oben ein Faden durch das Loch gefädelt und daran wird ebenfalls ein Stück Zweig oder Holzspieß geknotet, damit der Faden nicht durch das Loch rutschen kann und ihr eine Möglichkeit habt die Töpfe in den Baum zu hängen. Nun wird die Körnermasse in den Topf gefüllt. Damit die Meisen und Finken sich beim herauspicken der Körner wo festhalten können, steckt ihr einfach ein verzweigtes Aststück in die Masse und lasst das Ganze auch aushärten.

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Das war’s eigentlich auch schon. Ich habe die Futterplätzchen mit einem dicken roten Wollfaden aufgehängt und die Töpfe mit etwas Tannenreisig und einer roten Schleife geschmückt.

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Mit all den  Plätzchen und Töpfen wird unser Marillenbaum jedes Jahr zur Adventzeit und weit bis ins Frühjahr hinein ein reicher Gabentisch für Wildvögeln. Und weil die kleinen Kerle immer jede Menge Körner auf die Erde schmeißen, haben wir in der Nähe der Futterstelle im Sommer immer jede Menge Sonnenblumen, die ganz von selber aufkeimen.

Ich freue mich jedenfalls schon auf morgen früh, wenn ich vom Frühstückstisch aus das Treiben in unserem „Vogelbaum“ beobachten kann.

Ha det bra, Conny