Sommarkänslor – Sommergefühle

Wenn ich an den schwedischen Sommer denke, dann entstehen in meinem Kopf Bilder von bunten Blumenwiesen, spiegelglatten Seen im warmen Licht der tiefstehende Sonne, hellen Nächten in denen die Sonne nie untergeht und ich höre das fröhliche Plaudern und Lachen von Menschen, die die meiste Zeit des nicht enden wollenden Tages im Freien verbringen.

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Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele liebevoll eingerichtete „Gartenzimmer“ und gemütliche Aussensitzplätze gesehen zu haben, wie in Schweden. Die Menschen verlagern im Sommer ihr ganzes Leben nach draußen. Es wird draußen gekocht, gegrillt, gegessen, geduscht, gearbeitet. Und die Freude daran lassen sich die Schweden auch nicht von Mückenschwärmen oder Kaltfronten verderben.

Den Höhepunkt und zugleich Startschuss für dieses Leben draußen bildet das Midsommarfest, das traditionell an dem Samstag gefeiert wird, der zwischen dem 20. und dem 26. Juni liegt. Wenn man als Schwedenurlauber erwartet, bei einer solchen Midsommarfeier jede Menge Bier oder Wein zu bekommen und bis spät in die Nacht ausgelassen feiern zu können, dann irrt man. Die öffentlichen Midsommarfeste sind geprägt vom gemeinsamen schmücken der Majstange, von Volksmusik und gemeinsamem Singen und Tanzen um die Majstange. Dazu bringen viele Schweden ihr eigenes kleines Picknick mit und für alle anderen gibt es Kaffee und Kuchen und die typisch schwedischen Hotdog.

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Ausgelassen und fröhlich wird es dann erst in den eigenen vier Wänden mit Familie und Freunden. Dort kommt dann der klassische eingelegte Hering mit den im Dillsud gekochten Frühkartoffeln auf den Tisch, es gibt Lachs und Knäckebrot, gegrillten Fisch oder Huhn und zur Nachspeise Erdbeeren in den verschiedensten Variationen.

Seit 1998 gibt es diese Tradition des Midsommarfestes mit Majstange und typisch schwedischem Essen auch bei uns im Schwedenhäuschen. Bis auf die Jahre, die wir an Midsommar in Schweden waren, haben wir noch kein Fest ausgelassen. Und auch unser „Uteplats“ (Terrasse) vor dem Schwedenhäuschen wird von Jahr zu Jahr schwedischer.

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Die strahlend weissen Gartenmöbel mit den charakteristisch gekreuzten Brettern in der Lehne stehen nicht nur in vielen schwedischen Gärten sondern man findet sie auch in vielen Gartencafés und vor den typischen Sommercafés im ganzen Land.

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Ein paar gestreifte Sitzkissen und ein wenig sommerlich, maritime Deko – mehr brauche ich nicht für mein schwedisches Gartenglück.

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Meine Lieben, ich wünsche euch einen wunderbaren Sommer und gemütliche, gesellige Abende an eurem ganz speziellen Lieblingsplatz. Sei er nun bei euch im Garten, am Balkon oder aber im Park.

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Ich setze mich jetzt wieder mit einem kühlen Getränk auf meine Terrasse und träume mich ein wenig in den Norden. Schließlich haben wir für heuer ja noch eine Reise nach Schweden vor und die will ja geplant werden.

Ha det bra, Conny

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„Hemma bra men husbil bäst“ – vom Lagom-Glück auf 4 Rädern

Seit ich denken kann habe ich meine Urlaube immer in der Natur verbracht. Als Kind waren es Ferien auf dem Bauernhof mit den Eltern. Ich bin überzeugt, dass diese Ferien schon die Wurzeln für meine Liebe zum Campen gelegt haben. Obwohl wir nicht im Zelt sondern in Zimmern geschlafen haben waren wir von früh bis spät in der Natur. Egal welches Wetter, wir waren draußen.

In den Jugendjahren standen dann Abenteuer, Spaß und die gemeinsame Zeit mit Freunden im Mittelpunkt. Und da die Ersparnisse aus dem Ferialjob eher dürftig waren gings mit Zelt, Schlafsack und den obligatorischen Konservendosen als Verpflegung, auf einen Campingplatz irgendwo am Wasser. Damals stand Komfort nicht an erster Stelle und so habe ich harte und unebene Liegeplätze und karge Mahlzeiten aus der Dose  in Kauf genommen um ein paar Woche Freiheit und Natur zu genießen.

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Über die Jahre hat sich meine Art des Campens dann etwas verändert. Das Zelt wurde gegen einen selbst ausgebauten VW-Bus getauscht mit dem ich gemeinsam mit meinem Lebensmenschen in 22 Jahren zu den herrlichsten Plätzen Schwedens und ganz Skandinaviens gefahren bin. Es war eine fantastische Zeit an die ich gerne zurückdenke. Aber der „Bulli“ wurde irgendwann zu klein und zu alt und so haben wir ihn dann vor 5 Jahren in Pension geschickt.

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Unseren neuen Kastenwagen den wir „Nordstjärnan“ genannt haben, bauen wir nun auch wieder selber zum Wohnmobil aus. Stück für Stück wird er nach jedem Urlaub ergänzt, verändert, verbessert.  Bett, Küche und WC wurden gleich im ersten Jahr eingebaut. Viel mehr brauchen wir fürs „Wohnen auf 4 Rädern“ ersteinmal auch nicht.  Ständig sind wir auf der Suche nach Inspiration und Ideen für die Gestaltung des Innenraums. Erst vergangenes Wochenende haben wir auf einer Caravan-Messe die perfekte Holzverkleidung für die Wände entdeckt. Was für ein Glück, dass wir damit noch gewartet haben und nicht die typisch weissen Kunststoffplatten an die Innenwände montiert haben.

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Behaglich und gemütlich ist es aber auch jetzt schon, obwohl an den Wänden noch die dunkelgrauen Isoliermatten zu sehen sind. Wie in meinem Schwedenhäuschen halte ich es auch in meinem Wohnmobil, es wird immer entsprechend der Jahreszeit gestaltet. Und bei unserem Kurzurlaub vergangenes Wochenende waren es Rentierfelle und Kerzenlicht mit denen wir uns ein kuscheliges Nest geschaffen haben.

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Für uns gibt es nichts Schöneres als „in den eigenen vier Wänden“ zu reisen. Unsere Hündin Svea ist immer mit dabei, wir sind unabhängig und können stehenbleiben wo es uns gefällt. Wir haben immer eine Grundausstattung an Lebensmitteln und Dingen für das tägliche Leben an Bord und sogar ein paar Shirts und Socken bleiben immer, sozusagen als „Reserve“, im Wohnmobil. Das gibt uns das Gefühl jederzeit startklar zu sein für das nächste Abenteuer. Daran erinnert uns auch das Holzschild mit dem Schriftzug „Nu eller aldrig“ – „Jetzt oder nie“ das an der Wand im Camper hängt.

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Gelegenheiten nutzen, auch wenn die Reise nicht bis nach Schweden sondern nur für ein paar Tage in den Norden Niederösterreichs führt. Einfach aus dem Alltag flüchten und das unabhängig von Flugzeiten oder freien Hotelzimmern. Diese Freiheit bietet uns der Camper.

Wir bleiben wo es uns gefällt. Manchmal nur für eine Nacht, manchmal für länger. Und wenn es uns wo besonders gut gefällt, dann wird kurzerhand die Reiseplanung geändert und wir bleiben einfach noch.

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„Hemma bra men husbil bäst“
Zu Hause ist es schön, aber im Wohnmobil ist es schöner!

Und so beginnt jetzt schon die Planung für die nächste Reise, die uns hoffentlich wieder an atemberaubende Plätze direkt vor der Schiebetür führt.

Ha det bra, Conny

Upcycling ist Lagom

Was hab ich mir doch heuer lange mit meiner Herbstdeko Zeit gelassen. Überall wird schon üppig dekoriert und das Netz ist voll mit wunderschönen Herbstfotos und  bei mir war bis vor ein paar Tagen noch Sommerstimmung im Schwedenhäuschen. Bei den Temperaturen der letzten Wochen aber irgendwie kein Wunder.

Außerdem war ich ja, neben meinem ohnehin sehr zeitintensiven Job, bis vor Kurzem noch mit meinem Sommerprojekt beschäftigt. Dafür kamen mir diese warmen Temperaturen allerdings sehr gelegen. Ich habe nämlich die letzten Wochen den Pinsel geschwungen und der „alten“ Küche im Schwedenhäuschen einen neuen Anstrich verpasst. Da ist es natürlich sehr hilfreich wenn zwischen den beiden Farbschichten, aufgrund des warmen Wetters, nur eine halbe Stunde liegt.

Die kleine Küche im Schwedenhäuschen hab ich euch voriges Jahr schon in dem Post Platz ist in der kleinsten Küche vorgestellt. Die Küche ist in unserem Schwedenhäuschen im wahrsten Sinne des Wortes das Herz des Hauses, denn sie liegt genau in der Mitte des Hauses. Der Nachteil daran ist, dass sie nur ein Fenster in die Veranda hat. Ich liebe diese kleine Küche sehr, aber ich habe immer damit gehadert, dass sie aufgrund der Lage im Haus sehr dunkel ist. Die antik gebeizten Holzmöbel haben zusätzlich viel Licht geschluckt. Ja ihr lest richtig – „haben“ – denn die Zeit der dunklen Küchenmöbel ist vorbei. Nun erstrahlt die Küche im Schwedenhäuschen in neuem Glanz. Aber genug geredet, seht am besten selbst:

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Es war ein ganz schönes Stück Arbeit die alte Kredenz und den Hängeschrank in alle Einzelteile zu zerlegen um sie streichen zu können. Die waagrechten Teile haben wir natur belassen, ich finde das gibt einen schönen Kontrast.

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Jetzt ist alles fertig und es hat gleich doppelt soviel Spaß gemacht den Herbst in die Küche einziehen zu lassen.

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Wie auch schon letztes Jahr ist meine Herbstdeko wieder von dem geprägt was die Natur im Moment im Überfluss hergibt. Bei jedem Spaziergang mit dem Hund finde ich neues Dekomaterial und bei jeder Fahrt in den Stall zu meinem Pferd komme ich am Verkaufsstand der Kürbisbäuerin vorbei. Und ich kann einfach nicht vorbeifahren. Fast immer nehme ich einen Kürbis mit nach Hause. Entweder zum Verkochen oder zur Deko.

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Gemeinsam mit dem Herbst sind auch ein paar Mitbringsel aus dem letzten Schwedenurlaub in die Küche eingezogen. Die große Holzkiste ist dem nostalgischen Aufdruck der schwedischen Zuckergesellschaft stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste. In ihr bewahre ich nun all die vielen schwedischen Rezepte, Koch- und Backzeitschriften auf.

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Der kleine Korb bei der Spüle ist für mich ein Schritt mehr weg von all dem vielen Plastik und Kunststoff in Küche und Haushalt. Die Holzbürsten erfüllen beim Abwasch oder beim Gemüsewaschen perfekt ihren Zweck, sehen hübsch aus und die Rohstoffe aus denen sie gefertigt sind, wachsen nach.

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Altes zu renovieren oder mit Farbe aufzufrischen und die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen statt Plastik gehört für mich zur lagom Lebensart einfach dazu. Statt in Plastikdosen bewahre ich meine Lebensmittel in Bügelgläsern oder Weckgläsern auf. Statt Kunststoffspülschwämmen gibt es in meiner Küche Spültücher die man waschen kann. Die ersten Spültücher habe ich noch gekauft, mittlerweile hat mich aber wieder der Strickvirus befallen und es sind schon einige Selbstgestrickte entstanden. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ha det bra, Conny

Denn du bist genau richtig!

Werbung ohne Auftrag!

Wer kennt sie nicht, die Selbstzweifel die uns quälen und den Stress den wir uns selber machen, weil wir immer glauben noch besser sein zu müssen, nicht zu genügen, anderen nicht zu gefallen. Wir hetzen durch unser Leben sind ständig auf der Jagd nach dem neuesten Smartphone, dem tolleren Auto, dem chickeren Outfit und dem besseren Job. Uns selber vergessen wir dabei nur allzu oft.

Brauchen wir wirklich das neuestes Smartphone, tut es nicht auch noch der Wagen vor der Haustür, werden wir im neuen Job glücklicher sein oder nur noch mehr Druck und Stress haben, weil wir den Anforderungen der Chefetage entsprechen und das Plansoll des Konzerns erreichen müssen?

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Die Autoren Dr. Anne und Olof Brolien

Es war schon lange an der Zeit umzudenken, eine neue Ära (schwedisch: era) zu beginnen. Dr. Anne Brolien und ihr Mann Olof zeigen uns in ihrem Buch: „Lagom achtsam: Mehr Balance und Zufriedenheit durch weniger Druck & Stress“ den Weg hinaus aus der Stressspirale und hinein in diese neue Lagom-Era!

Schon als ich die Vorankündigung zu dem Buch gelesen habe, war mir klar, dass ich dieses Buch haben muss und zwar nicht nur das E-Book. Nein, von besonderen Büchern kaufe ich auch die Printversion die dann einen dauerhaften Platz in meinem Bücherregal bekommt.

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Einmal angefangen zu lesen, will man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich in so manchen darin beschriebenen Situationen selbst wieder erkannt und beim Lesen zustimmend mit dem Kopf genickt: „Oh ja, dass kommt mir bekannt vor!“ oder „Genauso hab ich mich damals auch gefühlt!“ Aber Moment, ich wollte euch doch erst noch erzählen wie liebevoll das Buch Illustriert und gestaltet ist.

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Ich als Schwedenfan habe mich durch das freundliche, vertraute „Du“ im Titel sofort angesprochen gefühlt: Denn Du bist genau richtig! Diese freundliche und vertraute Art zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Man spürt beim Lesen, dass die Erklärung der beiden Autoren, warum sie dieses Buch geschrieben haben, nicht nur eine wohlklingende Phrase ist, sondern dass ihnen der Leser und sein ganz persönliches Glück wirklich am Herzen liegt.

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Die süßen Zeichnungen am Cover und im Inneren des Buches unterstreichen die „leichte Art“, in der das Buch geschrieben ist.

Mir kam es beim Lesen wirklich so vor, als würde ich mich auf eine Wanderung begeben. Erst schwer bepackt mit so mancher unnötiger Last im Rucksack. Aber in jedem Kapitel gibt es praktische Übungen und Zeit das Gelesene zu überdenken und sich selber Fragen zu stellen. Und bei jeder dieser Übungen habe ich  „unnützen“ Ballast (Gedanken, Sorgen, Selbstzweifel, eingefahrene Rituale) aus dem Rucksack herausgenommen, manchmal sogar schon versucht etwas davon zu entsorgen und den Rest davon neu und etwas unkomplizierter verpackt.

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Natürlich geht so eine Veränderung nicht von heute auf morgen, schließlich ist der Mensch ein „Gewohnheitstier“ und fällt nur allzu leicht wieder in alte Rituale und Ansichten zurück. Aber wenn man einmal mit leichtem Gepäck gewandert ist, dann erinnert man sich gerne daran zurück. Und dann ist es gut, wenn man das kleine Buch wieder zur Hand nimmt, um zu lesen, was man denn damals bei den Übungen aufgeschrieben hat.

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Ich freue mich schon sehr auf das Folgebuch „Lagom Dankbar“ und kann jedem nur empfehlen, sich auch auf den Weg in die „Lagom-Era“ zu machen, um seine ganz persönliche Balance im Leben zu finden.

Neben ihrem aktuellen Buch gibt es noch ein Praxisbuch mit über 25 Übungen und ein Workbook, das Euch wie ein virtueller Coach täglich auf dem Weg zu mehr Achtsamkeit begleiten kann.

Die Webseite von Anne und Olof findet Ihr unter www.lagom-era.de. Hier findet Ihr interessante Blogbeiträge und Ihr könnt auch selbst Coachings bei Anne oder ihrem schwedischen Mann buchen.
Ihre Facebook-Seite findet Ihr hier https://www.facebook.com/lagom.ihr.lieben/
Und eine Facebook-Gruppe, in der sich die Lagom-Era Communty austauschen kann, gibt es auch.
[Der Link dazu ist https://www.facebook.com/groups/695139197348811/?notif_id=1527532377651052&notif_t=group_r2j_approved&ref=notif]

Ha det bra, Conny

Herzlichen Dank an Dr. Anne und Olof Brolien für die zur Verfügung gestellten Fotos!

„Röra ihop“ ist der perfekte Sommerkuchen – lagom einfach!

Das ich gerne backe und koche habt ihr ja aufgrund der Rezepte hier am Blog sicher schon gemerkt. Aber ganz ehrlich – bei diesen warmen Sommertemperaturen steht mir der Sinn nicht unbedingt danach, Stunden in der heissen Küche zu verbringen. Zumal ich berufsbedingt sowieso fast den ganzen Tag hinter dem Herd oder am Backofen stehe. Aber eine gemütlich Kaffeepause oder „fika“ wie es auf schwedisch heißt, ohne selbstgebackenem Kuchen ist bei uns im Schwedenhäuschen undenkbar. Daher war ich sofort hin und weg, als ich vor einigen Jahren in einem schwedischen Kochbuch das Rezept zum einfachsten Obstkuchen der Welt gefunden habe.

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„Röra ihop“ nennen ihn die Schweden, was soviel heißt wie „zusammenrühren“ und das ist eigentlich schon alles, was man an Backtalent für diesen köstlichen Kuchen mitbringen muss.

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Da im Garten unseres Schwedenhäuschens ein uralter, knorriger Marillenbaum steht liegt es nahe, dass dieser Kuchen den man mit wirklich jedem Obst belegen kann, bei uns in den letzten Wochen immer mit Marillen belegt auf den Kaffeetisch kam.

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Ich mag diesen alten Marillenbaum der bestimmt schon an die 50 Jahre alt ist. Er war schon alt als wir das Grundstück vor mehr als 25 Jahren gekauft haben und bis auf ein paar wenige Jahre, in denen ein später Frost während der Blüte die Marillenernte zerstört hat, trägt der Baum jede Menge herrlicher Früchte. Einen Großteil davon verarbeiten wir zu Marmelade, aber wir achten immer darauf, dass genügend Marillen für den Kuchen übrig bleiben.

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Das Rezept für den Röra ihop ist wie gesagt sehr simpel. Für ein Backblech braucht ihr folgende Zutaten:

4 dl Mehl
4 dl Zucker
200 g Butter (sie sollte Raumtemperatur haben)
4 Eier
2 TL  Backpulver
2 TL Vanillezucker
Marillen oder andere Früchte

Nachdem ihr den Backofen auf 175°C vorgeheizt habt nehmt ihr eine Rührschüssel und rührt erst das Backpulver und das Mehl sowie den Zucker und den Vanillezucker zusammen. Danach kommen die zimmerwarme Butter und die Eier dazu. Ihr braucht dafür nicht einmal eine elektrischen Mixer, ein Kochlöffel reicht völlig aus.

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Wenn alle Zutaten zu einem cremigen Teig vermischt sind streicht ihr ihn auf ein gefettetes und bemehltes  Backblech und belegt ihn mit den Früchten. Jetzt muss er nur noch für ca. 25-30 Minuten bei 175°C in den Backofen und schon steht einer schwedischen „fika“ mit frischem Kuchen nichts mehr im Weg. Wenn ihr nur eine kleine Bratenform mit Kuchen backen wollt, so wie die Form auf den Fotos, dann reicht die Hälfte der angegebenen Menge aus.

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Aber Achtung, dieser Kuchen macht süchtig und es bleibt selten bei nur einem Stück! Als nächstes werden meine späten Himbeeren reif und ich weiss jetzt schon was ich damit backen werde.

Den Sommer genießen und trotzdem nicht auf frischen, selbstgebackenen Kuchen verzichten müssen, das ist für mich lagom!

Ha det bra, Conny

Ein lagom Sommer in Schweden…

… das ist jeden Tag frische Erdbeeren essen. Eine Sonne die wärmt und nicht sengend heiß vom Himmel glüht. Wiesen voll mit den wunderbarsten Sommerblumen. Helle Nächte in denen man nicht schlafen gehen möchte und gemütliche Cafés mitten im Niergendwo, wo es köstliche selbstgebackene Mehlspeisen gibt.

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Sommer in Schweden sind aber auch Millionen von Mücken mit denen man sich den wunderschönen Platz am Waldsee teilen muss oder ein kräftiger Regenguss der schnurgerade vom Himmel prasselt. Mit den Mücken und mit dem Regen ist das so eine Sache, man kann sich darüber ärgern und sich damit die Laune verderben oder sich mit Mückenmittel einsprühen und auch dem Regentag einfach etwa Schönes abgewinnen.

Genau so ein Regentag ist heute. Ich sitze mit einer Tasse frischem Kaffee im Wohnmobil und genieße das Geräusch der Regentropfen am Dach. Dieses Geräusch hat für mich etwas unheimlich Gemütliches. Schon in der Nacht hat es begonnen zu regnen. Und die Natur hier oben braucht den Regen ohnehin schon sehr dringend. Die Böden sind trocken, der Wald ebenso und es herrscht im ganzen Land strengstes Feuerverbot.

Wir sind auf unserer Reise durch Schweden bereits wieder im Västra Götaland angekommen. Nach dem Abstecher auf das Nordkap hatten wir wunderbare Tage in Lappland. Auf der E45, dem Inlandsvägen, sind wir von Karesuando über Gällivare nach Jokkmokk gefahren.

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Mit Jokkmokk verbindet mich seit fast 30 Jahren etwas ganz Besonderes. Hier oben nördlich des Polarkreises habe ich damals das erste Mal endlose Weite und taghelle Nächte erlebt. Ich habe damals erst begriffen, was Lappland überhaupt ist. Wie groß, wie weit und wie einzigartig die Landschaft ist. Die letzte große Wildnis Nordeuropas ist geprägt von weiter Tundra, schneebedecktem Fjäll, Rentierherden und dem Leben der Samen, der Ureinwohner Lapplands.

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Von Jokkmokk aus sind wir auf dem Weg Richtung Süden für eine Nacht auf dem Campingplatz Sandsjögården geblieben. In der Gemeinde Blattnicksele haben sich Caroline und Daniel Schafer vor mehreren Jahren gemeinsam mit ihren über 20 Schlittenhunden einen Traum verwirklicht. Sie betreiben einen kleine Campingplatz mit Hüttenvermietung und einem Restaurant.

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Schon im Vorjahr haben wir die beiden kennengelernt und waren von der herzlichen und familiären Atmosphäre auf ihrem Hof begeistert. Und auch heuer haben wir gerne wieder dort Halt gemacht und uns wieder sehr wohl gefühlt. Vor allem nach dem köstlichen Abendbuffet und dem Genuss der im Freien zubereiteten Wokpfanne mit regionalem Gemüse und Elchfleisch wollten wir eigentlich gar nicht mehr weg.

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Leider fehlte heuer die Zeit für einen längeren Aufenthalt, aber wir haben uns vorgenommen sehr bald und dann aber für länger auf den Sandsjögården zu kommen.

Für uns gings über Storuman und Vilhelmina weiter nach Östersund wo wir zwei Tage auf der Insel Frösö verbracht haben. Die Insel im Storsjön ist von Östersund aus über eine Brücke zu erreichen und bietet herrliche Natur und wunderschöne Wanderwege nur wenige Autominuten vom Stadtzentrum entfernt.

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Bei Mora in Dalarna haben wir dann die E45 verlassen und sind dem Ufer des Siljansees folgend über Rättvik nach Leksand und dort auf den Tällberg gefahren. Diese Gegend Schwedens bezeichne ich immer als die „schwedischste“ überhaupt. Man kann gar nicht aufhören, die wunderbaren Häuser auf den weitläufigen Grundstücken zu bewundern. Wenn man dann, so wie wir, auch nicht traumhaftes Wetter hat, dann steht die Kamera gar nicht mehr still.
Aber ich hör jetzt mal auf zu reden und lasse euch die Gegend in Ruhe zu genießen:

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Na, habe ich euch zu viel versprochen? Will man da nicht sofort vor einem der Häuser in der Sonne Platz nehmen und die Aussicht über den See genießen?

Für uns bricht nun leider schon die letzte Woche des Urlaubs an, aber auch die werden wir bestimmt genießen. Wo es uns hintreibt? Mal sehen, ihr erfahrt es auf jeden Fall im nächsten Post.

Bis dahin, ha det bra, Conny

Lagom zu Besuch beim Nachbarn

Es lohnt sich wirklich auch einmal ein wenig über den Tellerrand zu schauen. Keine Frage Schweden wird für mich immer Urlaubs- und Sehnsuchtsland Nummer eins bleiben, aber es gibt da schon einiges, das das Nachbarland Norwegen zu bieten hat.

Wir sind die letzten zwei Tage in Nordnorwegen gewesen. Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, hat meine große Liebe zu Schweden, ja vor fast 30 Jahren auf einer Reise ans Nordkap begonnen. Und genau dahin, hat es uns gestern wieder verschlagen – ans nördlichste Ende Europas.

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Beinahe 4.000 km haben wir in den letzten 7 Tagen zurückgelegt. Wir sind über Deutschland nach Dänemark, über die Öresundbrücke nach Schweden und dort auf der E4 quer durchs Land an die Ostküste gefahren, durch Stockholm hinauf an die „Höga Kusten“ und weiter über Umeå, Piteå und Luleå bis nach Pajala, wo wir dann über die Grenze nach Finnland gefahren sind. Nach ein paar hundert Kilometern entlang der finnischen Grenze sind wir nach Norwegen gekommen und dort dann über Kautokeino nach Karasjok und entlang der Küste weiter bis ans Nordkap.
Bei unserer ersten Reise 1989 gab es den fast 7 km langen Nordkaptunnel, der unter dem Meer auf die Insel Magerøya führt, noch nicht. Damals fuhren zwischen Festland und Insel noch Autofähren. Die Fahrt durch diesen Tunnel, der erst bergab und ab der Hälfte wieder bergauf verläuft, war schon sehr beeindruckend. Aber ganz ehrlich, beeindruckend ist in Norwegen so einiges. Nicht nur die Landschaft bietet extreme Kontraste, auch das Wetter hat so einiges an Extremen zu bieten.

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Sturmböen, Graupelschauer, blauer Himmel, dichte Wolken, Schneeschauer und noch mehr Sturm – wir haben auf unserer Fahrt ans Nordkap von allem etwas abbekommen. Ich habe großen Respekt vor den Naturgewalten in dieser kargen und schroffen Landschaft und gleichzeitig fasziniert sie mich. Vor allem aber habe ich Respekt vor den Menschen, die in dieser Region ihrem ganz normalen Alltag nachgehen

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Das Nordkap selber ist natürlich das touristische Highlight dieser Gegend. Bussweise werden die Touristen dorthin gekarrt um im Nordkapcenter ein mehr oder weniger kitschiges Souvenier zu ergattern und sich vor dem großen Eisenglobus fotografieren zu lassen. Aber man erfährt auch einiges über die Geschichte des Nordkaps und ein kurzer Film auf Panoramaleinwand vermittelt einen Eindruck vom Wandel der Jahreszeiten.

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Es war durchaus die lange Anfahrt wert, auch wenn wir aufgrund des extremen Wetters keine Mitternachtssonne hatten, aber die hatten wir ja schließlich schon vor 30 Jahren.

Jetzt geht es auf jeden Fall wieder zurück nach Schweden. Wir planen von Karesuando aus auf dem Inlandsvägen Richtung Süden zu fahren. Es gibt also in Kürze wieder schwedisches Lebensgefühl hier am Blog!

Ha det bra, Conny